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Gotha adelt

Was der gute alte Ernst wohl sagen würde? Die Hochzeiten von Albert II. von Monaco mit der südafrikanischen Schwimmerin Charlene Wittstock. Die Hochzeit von William mit einer Bürgerlichen. Die Familie von Königin Beatrix gehört zu den Großaktionären des Shell-Konzerns. Und Juan Carlos I. von Spanien hat sein Land nach dem Tod des Diktators Franco Ende der 70er-Jahre auf den Weg in die Demokratie begleitet. Der europäische Hochadel ist also längst in der Moderne angekommen. Er unterhält noch mit seinen Geschichten und Geschichtchen, sorgt ab und zu für einen kleinen Skandal. Aber ansonsten machen die Herrschaften ihre Sache ganz ordentlich. Ernst der Fromme, der erste Herzog von Sachsen-Gotha, wäre bestimmt zufrieden mit seinen Nachkommen.

Aber beginnen wir einmal mit dem Anfang: beim Stammvater, dem „Opa von Europa“, wie ihn die Gothaer liebevoll nennen. Ernst der Fromme lebte im 17. Jahrhundert. Er hatte mit seiner Frau Elisabeth Sophie 18 Kinder und teilte unter den 7 Söhnen seine Ländereien auf. Damals entstanden die vielen kleinen Herzogtümer, die uns heute bei Reisen in diese Region immer so verwirren: Sachsen-Coburg, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Saalfeld, usw. Bis nach dem 2. Weltkrieg hieß das Handbuch des Adels, in dem die Stammbäume der wichtigen Dynastien verzeichnet waren, übrigens „Der Gotha“.

Anhand dieses Werks kann man die Verwandschaftsverhältnisse der feinen Leute genau studieren und sehen, dass sowohl die Königshäuser von Dänemark, Schweden und Norwegen als auch die von Belgien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien Wurzeln in Gotha haben. Die Fürstenhäuser in Monaco und Liechtenstein sowie der Großherzog von Luxemburg können ihre thüringische Herkunft ebenfalls nicht leugnen. Ab und zu kommt der hohe Adel daher auch zu Besuch nach Gotha. Vor diesem historischen Hintergrund entstand die prämierte Stadtmarke „Gotha adelt“, mit dem die Stadt Gotha wirbt.

Doch hatte Ernst deutlich mehr drauf, als nur für reichlich Nachkommen zu sorgen. Er gilt als einer der klügsten Persönlichkeiten seiner Zeit: 1640 gründete er das Herzogtum Sachsen-Gotha, das sich schnell zu einem allseits bewunderten Staatswesen entwickelte. Er führte den sogenannten „Schulmethodus“ ein, eine sechsjährige Schulpflicht für Jungen und Mädchen – das damals unerhört modern war. Und er baute Schloss Friedenstein, die größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands.

Den Adelsstammbaum, an dessen Kopf Ernst der Fromme steht, kann man mitten in der Gothaer Innenstadt bewundern - im „Gotha adelt“-Laden am unteren Hauptmarkt (gegenüber dem historischen Rathaus). Hier kann wählen aus einem hochwertigen Sortiment Thüringer Produkte, mit dem Slogan "Ein Stück Thüringen zum Mitnehmen".

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