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Ekhof-Theater

Das barocke Theaterspiel und die französische sowie italienische Oper waren sehr aufwendig gestaltet und erforderten einen professionellen Bühnenaufbau. So entstand in mehreren Bauphasen von 1681-1683 eine Kulissenbühne mit  Schnellverwandlung. Mitte des 17. Jahrhunderts in Italien erfunden, sollte sie über zweihundert Jahre lang die Bühnentechnik des europäischen Theaters bestimmt.

Heute ist die Kulissenbühne mit Schnellverwandlung nur noch in ganz wenigen Exemplaren erhalten. Im Ekhof-Theater befindet sich die älteste Maschinerie dieser Art (1683 in Betrieb genommen). Die Kulissenflügel auf der linken und rechten Seite der Szene stehen in sogenannten Kulissenwagen, die sich unter der Bühne befinden. Damit können die Kulissen entlang der Schlitze im Bühnenboden, den "Freifahrten", aus dem Blickfeld der Zuschauer hinaus und wieder herein gefahren werden.

Jeweils drei Kulissenflügel stehen direkt hintereinander und ermöglichen so drei aufeinanderfolgende Wechsel des Bühnenbildes. Damit, zum Erstaunen der Zuschauer, die Kulissen, der Rückprospekt und die die Bühne nach oben abschließenden "Soffitten" gleichzeitig verwandelt werden konnten, sind alle Teile mit einem ausgeklügelten System von Seilen und Wellbäumen untereinander verbunden. Innerhalb von Sekunden konnte so ein komplettes Bühnenbild ausgewechselt werden.

Bedeutsam für die Geschichte des deutschen Theaters ist auch das Jahr 1775. In diesem Jahr gründete Herzog Ernst II. hier das erste stehende deutsche Hoftheater - eine Schauspieltruppe, die im Dienst des Herzogs stand und ausschließlich das Schlosstheater bespielte. Jetzt öffneten sich die Pforten des Theaters auch für das zahlende Bürgertum der Stadt.

Drei Jahre lang, von 1775 bis 1778, bildete das Hoftheater unter der Leitung von Conrad Ekhof einen Mittelpunkt des deutschen Theaterlebens. In Erinnerung an diese Blütezeit des Theaters ist der Zuschauerraum heute wieder in der Farbfassung von 1775 zu sehen.

Ekhof-Festival

Am Gothaer Hof wurde auch Theatergeschichte geschrieben: 1774/75 "erfand" der Gothaer Hofkomponist Georg Anton Benda mit "Ariadne auf Naxos" den Musiktheaterstil Melodrama; 1775 gründete Herzog Ernst II. hier das erste stehende Hoftheater, an dessen Spitze Conrad Ekhof, der "Vater der deutschen Schauspielkunst" berufen wurde.

Von Juni bis September 1996 fand zum ersten Mal das Festival des 18. Jahrhunderts im Ekhof-Theater statt. Dieses Festival, das jedes Jahr während den Sommermonaten stattfinden wird, entdeckt unbekannte, aber qualitätsvolle Werke des 18. Jahrhunderts für unsere Zeit wieder. Die Stücke werden in historisch genauen Inszenierungen präsentiert, auch Bühnenbild und Kostüme erstehen wieder so, wie sie damals auf dieser Bühne zu bestaunen waren.

Weitere Informationen: www.ekhof-festival.de

Eintrittspreise

Ekhof- Theater 3,00 €
Ekhof-Theater mit Führung (nur in Absprache):
Gruppen bis 10 Personen 50,00 €
ab 11 Personen pro Person 5,00 €

Fotoerlaubnis (nur ohne Blitz)

2,50 €
Videoerlaubnis 5,00 €

Nur für die Besichtigung und Führung. Für Veranstaltungen gelten gesonderte Preise.

Kontakt

Stiftung Schloss Friedenstein
PSF 100319
99867 Gotha
Tel. 03621/823451

www.stiftung-friedenstein.de

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