Wenn Gotha Anfang Mai das Gothardusfest feiert, blickt die Residenzstadt auf eine mehr als 600-jährige Tradition zurück. Das Fest zu Ehren des Schutzpatrons Sankt Gothardus ist tief in der Stadtgeschichte verwurzelt und verbindet bis heute gelebtes Brauchtum mit gemeinschaftlichem Erleben.
Im Jahr 2026 bleiben die prägenden Elemente des Festes erhalten, werden jedoch in ihrer zeitlichen Abfolge neu strukturiert. Ziel ist es, Besucherinnen und Besucher gezielter durch das Programm zu führen und die Aufmerksamkeit auf die einzelnen Höhepunkte zu lenken.
Den feierlichen Auftakt bildet die traditionelle Eröffnung der Wasserkunst am Donnerstagabend. Im Gedenken an Sankt Gothardus versammeln sich zahlreiche Gothaerinnen und Gothaer an einem der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt. Begleitet vom Fanfaren- und Showorchester Gotha e. V. entsteht ein Moment, der Geschichte, Musik und Gemeinschaft eindrucksvoll vereint. Den Abschluss des Abends bildet in diesem Jahr ein spektakuläres Feuerwerk über der Wasserkunst, das musikalisch begleitet wird und den Start des Festwochenendes auf besondere Weise markiert.
In diesem Jahr erfährt die Wasserkunst zudem eine besondere Aufwertung: Mit der feierlichen Setzung einer schmiedeeisernen Brunnenkrone wird die historische Anlage um ein prägnantes Element ergänzt. Gefertigt vom Verein „Gotha glüht“ im Auftrag der Brauchtumsgesellschaft Gotha, wird sie durch die Siebleber Nebelgeister als diesjährige „Binder“ gesetzt und künftig bewahrt.
Ein weiterer Höhepunkt ist der Festumzug am Samstag, der sich über rund zwei Kilometer durch die Innenstadt von der Stadthalle über die Gartenstraße bis hin zum Ende der Friedrichstraße erstreckt. Aufwendig gestaltete Bilder, historische Darstellungen und die musikalische Begleitung mehrerer Spielmannszüge machen die Vielfalt der Region sicht- und hörbar.
Auch der historische Markt auf dem Buttermarkt knüpft an bewährte Traditionen an. Zwischen Gauklern, Spielleuten und Handwerkskunst entsteht ein lebendiges Bild vergangener Zeiten. Mittelalterliche Klänge, Erzählungen und Darbietungen lassen Geschichte erlebbar werden und sprechen Besucherinnen und Besucher aller Generationen an.
Am Samstagabend um 22:30 Uhr krönt ein weiteres Highlight das Fest: das traditionelle Höhenfeuerwerk über Schloss Friedrichsthal. Für alle, die das farbenprächtige Lichtspektakel verfolgen möchten, sind eingeladen, sich auf der Friedrichstraße zum Staunen zu platzieren; die Orangerie steht nicht als Beobachtungspunkt zur Verfügung.
Ergänzt werden diese Programmpunkte durch die etablierten Märkte in der Innenstadt sowie zahlreiche Angebote auf den Plätzen der Stadt.
Mit der neuen zeitlichen Strukturierung lädt das diesjährige Gothardusfest dazu ein, die Vielfalt seiner traditionellen Höhepunkte noch bewusster zu erleben und keinen Programmpunkt zu verpassen. So verbindet Gotha einmal mehr Vergangenheit und Gegenwart und zeigt, wie gelebte Tradition sein kann.
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PM 19-2026 Gothardusfest bewahrt Tradition und Gemeinschaft



